Fettige Kopfhaut – Ursachen und Pflegetipps

Deine Haare wirken strähnig und ungepflegt? Eine fettige Kopfhaut könnte die Ursache sein.

Warum deine Kopfhaut fettig ist und was du dagegen tun kannst, erfährst du auf dieser Seite.

Arbeit der Talgdrüsen verstehen

Sicher ist dir bekannt, dass sich in der Haut unzählige Talgdrüsen befinden. Auch in der Kopfhaut kommen sie vor und zwar im Bereich der Haarwurzeln. Der in den Drüsen produzierte Talg wird an das Haar und an die Hautoberfläche abgegeben.

Er schützt deine Haut vor allzu schneller Austrocknung. Grundsätzlich benötigt deine Kopfhaut demnach Fett, um elastisch und gesund zu bleiben. Außerdem schützt die Talgschicht deine Kopfhaut vor Einflüssen von außen wie beispielsweise starker UV-Strahlung. Grundsätzlich ist die Talg-Produktion der Haut also ein essenzieller Schutzmechanismus für den Körper.

Bei einer fettigen Kopfhaut arbeiten die Talgdrüsen aus verschiedenen Gründen auf Hochtouren. Es gibt also eine Überproduktion. Teilweise hat die Genetik einen Einfluss auf den Zustand der Kopfhaut. Größtenteils kannst du ihn jedoch selbst beeinflussen.

Ursachen fettiger Kopfhaut

Bevor ich dir passende Shampoos oder Pflegeprodukte empfehle, solltest du verstehen welche Einflüsse zu einer fettigen Kopfhaut führen können. Nur so kannst du das Problem langfristig in den Griff bekommen.

Indirekter Einfluss auf die Kopfhaut

Hormonelle Veränderungen

Im Laufe des Lebens stellt sich der Hormonspiegel mehrmals auf natürliche Weise um. Dies betrifft die Phase der Pubertät im Jugendalter, die Schwangerschaft und die Zeit der Menopause bei den Frauen. Auch bei den Männern verändert sich um das 50. Lebensjahr herum der Hormonhaushalt. Dies kann sich unter anderem durch eine fettige Kopfhaut bemerkbar machen.

Die Einnahme von Hormonpräparaten zur Beeinflussung hormoneller Veränderungen musst du mit einem Mediziner abstimmen. Auch einige Medikamente beeinflussen den Stoffwechsel dahingehend, dass die Kopfhaut übermäßig fettig erscheint. Sprich deinen Arzt gezielt auf das Problem an. Vielleicht weiß er Alternativen.

Stress

Yoga im FreienStändige Hektik bringt die Hormone ebenfalls aus dem Gleichgewicht. Gehörst auch du zu den stressgeplagten Menschen? Dann setz Prioritäten im Alltag und schaff dir Freiräume. Erlerne außerdem Möglichkeiten zur Entspannung, wie beispielsweise Yoga. Das richtige Stress-Management hilft dir dabei, Prioritäten zu setzen und Aufgaben effizient zu erledigen.

Direkter Einfluss auf die Kopfhaut

Haarwäsche

Bei jeder Haarwäsche aktivierst du die Talgdrüsen und regst sie dazu an, noch mehr Talg zu produzieren. Speziell bei sehr aggressiven Shampoos entsteht leicht ein Teufelskreislauf, da die Talgschicht zu stark entfernt wird. Die Folge: Die Kopfhaut produziert noch mehr Talg um die schützende Schicht möglichst schnell wieder aufzubauen.

Versuche daher, deine Kopfhaut nicht zu häufig zu waschen. Optimalerweise machst du zwischen den Haarwäschen einige Tage Pause. In der Zwischenzeit kannst du fettige Ansätze mit Trockenshampoo oder Babypuder kaschieren. An den „Waschtagen“ solltest du außerdem darauf achten, kein zu heißes Wasser zu verwenden.

Haare trocknen

Um deine Haare zu trocknen solltest du weder den Föhn benutzen, noch mit einem Handtuch über deine Kopfhaut rubbeln. Beides sind weitere Faktoren, die die Talgdrüsen anregen. Im Optimalfall drückst du dein Haar praktisch mit dem Handtuch aus und lässt es anschließend an der Luft trocknen.

Shampoos und Pflegeprodukte

Achte darauf, möglichst milde Shampoos zu verwenden. Sie sollten nicht rückfettend sein und deine Kopfhaut optimalerweise mit natürlichen Inhaltsstoffen pflegen. Hierbei gilt: Weniger ist mehr. Für die dezente Reinigung von Kopfhaut und Haaren ist in der Regel eine geringe Menge Shampoo ausreichend.

Bürsten

Die Haare durchzubürsten ist eine große Belastung für die Kopfhaut. Speziell wenn du mit der Bürste direkt auf der Kopfhaut entlangkratzt.

Eine schonendere Alternative für Haut und Haare ist der Einsatz eines Kamms. Die Kopfhaut wird weniger stark mechanisch belastet und wird somit nicht so schnell fettig.

Fettige Kopfhaut behandeln

Neben der Vermeidung der typischen Ursachen für eine fettige Kopfhaut, gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, deine Kopfhaut besser zu pflegen.

Dazu gehören beispielsweise Hausmittel, die du sofort auf deine Kopfhaut anwenden kannst oder milde Shampoos mit speziellen Inhaltsstoffen für eine fettige Kopfhaut.

Hausmittel

Die folgenden Hausmittel sind in jedem Haushalt zu finden und versprechen sofortige Hilfe gegen fettige Kopfhaut.

Kamillentee

Die Kamille ist seit je her für ihre heilende Wirkung bekannt. Setze dir einen Kamillentee auf und lass ihn auf Körpertemperatur abkühlen. Anschließend massierst du die Flüssigkeit vorsichtig in deine Kopfhaut ein und lässt sie 15 Minuten einwirken. Die Kamille beruhigt die Kopfhaut und mindert so die Talgproduktion. Spüle dein Haar abschließend mit lauwarmem Wasser aus.

Zitronensaft

Ein anderes, effektives Hausmittel ist frisch gepresster Zitronensaft. Angereichert mit 1-2 Teelöffeln Wasser kannst du den Zitronensaft direkt auf die fettige Kopfhaut anwenden.

Der Saft sorgt dafür, dass die Poren sich weiter zusammenziehen und er reguliert den pH-Wert deiner Haut. Nebenbei wirkt er antibakteriell und entzündungshemmend.

Naturjoghurt und Quark

Wo von Hausmitteln gesprochen wird, darf Naturjoghurt nicht fehlen. Auch bei fettiger Kopfhaut kann er helfen. Direkt angewendet kühlt er die Kopfhaut und versorgt sie mit Nährstoffen. Überschüssiges fett wird absorbiert und die enthaltene Milchsäure reguliert die Funktion der Talgdrüsen.

Shampoos gegen fettige Kopfhaut

Neben der Pflege deiner Kopfhaut durch Hausmittel und dem richtigen Umgang mit den Ursachen ist es wichtig, dass du bei der Reinigung auf die richtigen Shampoos zurückgreifst. Wie bereits weiter oben angerissen, sollten die Shampoos möglichst mild sein und nicht rückfettend wirken. Ideal sind hierbei Shampoos mit natürlichen Kräutern als Wirkstoff.

Die Schwierigkeit dabei: Das Shampoos soll überschüssiges Fett schonend entfernen, ohne die Haare auszutrocknen. Nachfolgend findest du einige Shampoos, die genau diesen Zweck erfüllen.

Aveda Pure-Formance

Das Pure-Formance Shampoo von Aveda erfrischt und beruhigt die Kopfhaut. Laut eigenen Angaben hatten 72% der Anwender des Shampoos schon nach zwei Wochen weniger fettiges und öliges Haar. Es enthält ätherische Öle und Extrakte aus kontrolliert biologisch angebauten Kräuern. Außerdem hilft es dabei, die Talgproduktion zu regulieren.

Redken Scalp Relief Oil Detox Shampoo

Die enthaltenen Lipacide im Oil Detox Shampoo von Redken klären und reinigen Haare und Kopfhaut. Dabei enthält es Mikro-Schwämme, die überschüssiges Fett auf Kopfhaut und Haaren absorbieren. Limonen-Extrakt sorgt für die nötig Pflege und Frische.

L’Oréal Paris Tonerde Absolue

Dieses Shampoo hat neben der Pflege von Kopfhaut und Haaren ebenfalls das Ziel, überschüssiges Fett von der Kopfhaut aufzunehmen. Dazu ist es mit 3 Tonerden angereichert.

Fazit

Jetzt, wo du mögliche Ursachen für deine fettige Kopfhaut kennst, kannst du das Problem besser lösen. Versuche die Ursachen zu vermeiden und pflege deine Kopfhaut mit Hausmitteln und den richtige Pflegeprodukten und Shampoos.

Ich drücke dir die Daumen, dass deine Kopfhaut bald nicht mehr fettig ist und du ohne ein schlechtes Gefühl Haare und Kopfhaut zeigen kannst.

Quellen:

  • https://www.dr-gumpert.de/html/fettige_haare_was_tun.html
  • http://gesundpedia.de/Fettige_Haare
  • http://bfriends.brigitte.de/foren/haarpflege-und-frisuren/64782-fettige-kopfhaut-trockene-haare.html
  • https://www.menexpert.de/haarpflege-maenner/haarpflegetipps-maenner/kopfhaut-pflegen/fettige-kopfhaut/
  • http://www.schwarzkopf.de/de/haarpflege/haarshampoo/trockenshampoo.html
  • http://www.fem.com/beauty/artikel/tipps-besten-hausmittel-gegen-fettige-haut